Fehnland – was ist das?

Fehnland
1. Südwieke in Rhauderfehn

– das ist das Land der Fehnsiedlungen; viele Siedlungen tragen den Namensbestandteil -fehn, wie zum Beispiel auch Rhauderfehn. Die Bezeichung ‚Fehn‚ kommt ursprünglich aus dem Niederländischen und bedeutet – genau wie Veen oder Venn – Moor. Die Fehnsiedlungen sind also alte Moorsiedlungen. Die Technik der Moorkolonisierung haben unsere Ahnen – genau wie den Namen – von den Holländern übernommen. Im frühen 17. Jahrhundert entstanden die ersten Moorsiedlungen in Nordwestdeutschland.

Moderne Klappbrücke in Rhauderfehn

Grundlage waren immer ins Moor getriebene Kanäle, von denen dann Seitenkanäle abzweigten. Diese Kanäle oder Wieken (von niederländisch ‚wijk‘) waren schiffbar und dienten zur Entwässerung, sowie zum Abtransport des Torfes und zur Anlieferung von verschiedensten Baumaterialien. Entsprechend sind in den ursprünglichen Fehnsiedlungen die Siedlerhäuser an den Wieken wie an einer Perlenschnur aufgereiht.

Fehnsiedlungen finden sich vorwiegend in Ostfriesland in den Landkreisen Aurich, Leer, Wittmund und Friesland, sowie in den angrenzenden Bezirken der Landkreise Ammerland, Cloppenburg und Emsland. Kennzeichnend sind die schnurgraden Kanäle (Wieken) und die typischen Klappbrücken.